
Wenn eine Gastritis festgestellt wird, lautet eine der ersten Fragen, was man essen darf. Häufige Ursachen einer Gastritis sind Helicobacter pylori und entzündungshemmende Medikamente; beide Ursachen lassen sich behandeln. Die Ernährung ersetzt die Behandlung nicht, kann die Beschwerden aber abmildern.
Spielt die Ernährung bei einer Gastritis eine Rolle?
In den meisten Fällen ist die Ernährung nicht die Ursache einer Gastritis. Es gibt jedoch Ausnahmen: Große Mengen Alkohol können eine akute erosive Gastropathie auslösen, eine Nahrungsmittelallergie kann eine Gastritis verursachen, und selten kann dasselbe durch Eisenpräparate geschehen.
Deshalb „heilt“ kein Lebensmittel eine Gastritis. Veränderungen bei dem, was und wie Sie essen, sollen die Symptome lindern, während die Ursache mit der passenden Therapie behandelt wird. Die Ernährung wird Teil der Behandlung, wenn die Gastritis mit einer Zöliakie oder einer Nahrungsmittelallergie zusammenhängt.
Was im Alltag hilft
Die Empfehlungen zur Linderung der Symptome betreffen vor allem Gewohnheiten und weniger bestimmte Lebensmittel.
- Kleinere und häufigere Mahlzeiten statt weniger großer.
- Weniger koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee, Cola-Getränke und Energydrinks.
- In den 3 bis 4 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen.
- Gewichtsabnahme bei Übergewicht.
- Mit dem Rauchen aufhören und Stress reduzieren.
Was Sie besser einschränken sollten
Bestimmte Lebensmittel und Getränke reizen den Magen häufiger und verstärken die Beschwerden:
- scharfe Speisen
- säurehaltige Lebensmittel und Fruchtsäfte, zum Beispiel Orangensaft
- frittierte und fettige Speisen
- Alkohol
Die Verträglichkeit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es hilft, darauf zu achten, welche Lebensmittel Ihnen Beschwerden bereiten, damit Sie diese einschränken können.
Vorsicht bei entzündungshemmenden Schmerzmitteln
Wenn Sie regelmäßig entzündungshemmende Schmerzmittel, etwa Ibuprofen, oder Aspirin einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. In manchen Fällen ist Aspirin unverzichtbar, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, und darf daher nicht ohne ärztliche Anweisung abgesetzt werden.
Gastritis, Eisen und Vitamin B12
Eine Gastritis durch Helicobacter pylori kann die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung erschweren und zu einer Eisenmangelanämie führen. Die autoimmune Gastritis kann die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12 beeinträchtigen. In diesen Fällen kann Ihr Arzt zusätzlich zur Behandlung der Ursache Nahrungsergänzungsmittel empfehlen.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
Holen Sie sich sofort Hilfe, wenn Sie rotes Blut erbrechen oder das Erbrochene wie Kaffeesatz aussieht, wenn der Stuhl schwarz, klebrig und stark übelriechend ist oder wenn plötzlich starke Schmerzen im Bauch oder in der Brust auftreten.
Wenn sich die Gastritis nicht bessert oder die Symptome stark sind, kann der Gastroenterologe eine Magenspiegelung (Gastroskopie) vorschlagen, um das Innere des Magens anzusehen. Ähnliche Beschwerden können auch andere Ursachen haben, etwa den gastroösophagealen Reflux oder die funktionelle Dyspepsie.
Häufige Fragen (FAQs)
Quellen
- NHS, Gastritis. https://www.nhs.uk/conditions/gastritis/
- NIDDK, Eating, Diet, & Nutrition for Gastritis & Gastropathy. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/gastritis-gastropathy/eating-diet-nutrition
- NIDDK, Treatment of Gastritis & Gastropathy. https://www.niddk.nih.gov/health-information/digestive-diseases/gastritis-gastropathy/treatment
- Patient.info, Gastritis. https://patient.info/digestive-health/dyspepsia-indigestion/gastritis
- NHS South West London, Self Care Information for Patients: Heartburn and Indigestion. https://swlimo.southwestlondon.icb.nhs.uk/wp-content/uploads/2022/12/Self-Care-Information-for-Patients-Heartburn-and-Indigestion-V1.1.pdf
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Wenn die Magenbeschwerden anhalten, hilft die Beurteilung durch einen Gastroenterologen, die Ursache zu finden und die passende Behandlung festzulegen. Um Ihren Besuch zu planen, wenden Sie sich an Dr. Thomaidis.
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Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich wegen Ihrer eigenen Symptome und deren Behandlung an einen Arzt.
Letzte Aktualisierung des Inhalts: Oktober 2026 (12/10/2026).

