Definition
Der Begriff „Reizbarer Magen“ oder „Funktionelle Dyspepsie“ bezieht sich auf eine Gruppe von Symptomen des oberen Magen-Darm-Trakts wie Bauchschmerzen, Unwohlsein, Blähungen, frühes Sättigungsgefühl und Übelkeit, ohne dass eine organische Erkrankung diese Symptome erklärt.
Pathogenese
Die genaue Ursache des Reizbaren Magens ist komplex und oft unklar. Mögliche Faktoren sind abnormale Bewegungen des Verdauungstrakts, erhöhte Empfindlichkeit des Darms, psychologischer Stress und Ernährungsgewohnheiten.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt hauptsächlich auf Basis der klinischen Symptome und der Krankengeschichte. Häufig handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose, bei der zunächst andere organische Erkrankungen durch Endoskopien oder andere Untersuchungen ausgeschlossen werden.
Behandlung
Die Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome ab und kann Folgendes umfassen:
- Ernährungsumstellung: Reduzierung von Fett- und Koffeinaufnahme.
- Medikamente: Gegen Bauchschmerzen, Unwohlsein oder Übelkeit.
- Psychologische Unterstützung: Psychotherapie oder Medikamente bei zugrunde liegendem Stress oder Depression.
Eine kontinuierliche medizinische Betreuung und enge Zusammenarbeit mit dem Patienten sind entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
Zahlen im Überblick: Die Beschwerden bestehen definitionsgemäß über Monate mit wechselndem Verlauf. Eine Magenspiegelung wird ab etwa 45 bis 50 Jahren bei neu aufgetretenen Beschwerden empfohlen, und in jedem Alter bei Alarmzeichen.
Vor der Diagnose müssen organische Ursachen ausgeschlossen werden, insbesondere eine Gastritis mit Helicobacter pylori und der gastroösophageale Reflux, mit dem häufig eine Überlappung besteht.
Häufige Fragen
Quellen
- National Health Service, Indigestion. https://www.nhs.uk/conditions/indigestion/
Letzte Aktualisierung des Inhalts: September 2026 (22/09/2026).

