
Die kontrastverstärkte Endosonographie (CE-EUS) ist ein endosonographisches Verfahren, das mit einem intravenösen Kontrastmittel das Gefässmuster einer Läsion darstellt. Die Unterscheidung zwischen solidem Tumor und entzündlichem Gewebe ist am Pankreas oft entscheidend.
Der Einsatz von Kontrastmitteln während der Endosonographie (CE-EUS) kann wesentliche Informationen für die Beurteilung von Pankreasläsionen liefern. In diesem Fall haben wir 2 Änderungen bewertet, von denen eine in den vorherigen Abbildungen nicht auftauchte. #EUS #EUSFNA #CEUS
Was der endoskopische Ultraschall leistet
Die Endosonographie vereint Endoskop und Ultraschallsonde in einem Gerät. Der Schallkopf erreicht das Pankreas über Magen oder Zwölffingerdarm auf wenige Millimeter Abstand, ohne störende Darmluft oder Bauchdecke. Dadurch entsteht eine Auflösung, die keine andere Methode für die Bauchspeicheldrüse bietet, mit Nachweis von Läsionen im Millimeterbereich, die der Computertomographie entgehen.
Endosonographie mit Kontrastmittel
Beim CE-EUS wird ein Kontrastmittel aus Mikrobläschen intravenös gegeben, das im Gefäßsystem verbleibt. So wird die Mikrozirkulation der Läsion in Echtzeit sichtbar, was der reine Ultraschall nicht zeigt.
Was es in der Praxis bringt
- Differenzierung. Das Adenokarzinom ist hypovaskulär, neuroendokrine Tumoren sind stark vaskularisiert, entzündliche Raumforderungen nehmen wie das umgebende Gewebe auf.
- Nachweis übersehener Läsionen, die im reinen Ultraschall nicht abgrenzbar waren.
- Steuerung der Biopsie. Nekrotische Areale werden erkannt, sodass die Nadel vitales Gewebe trifft.
Das Ultraschallkontrastmittel ist nicht jodhaltig und belastet die Nierenfunktion nicht.
Nach dem Eingriff
Das gewonnene Material wird histologisch untersucht; dieser Befund und nicht das endoskopische Bild bestimmt das weitere Vorgehen. Die Erholung ist im Vergleich zu einer Operation kurz: Nahrungsaufnahme und Alltagsaktivitäten werden meist innerhalb weniger Tage schrittweise wieder aufgenommen. Der Patient erhält Hinweise zu körperlicher Schonung sowie zu Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen, insbesondere Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer. Entscheidungen über eine weiterführende Behandlung werden in der Regel interdisziplinär getroffen, unter Berücksichtigung von Histologie, Staging und Allgemeinzustand.
Zahlen im Überblick: Die Endosonographie erreicht das Pankreas auf wenige Millimeter Abstand und erkennt Läsionen von 3 bis 5 mm, die der Computertomographie entgehen. Neuroendokrine Tumoren werden nach WHO 2019 eingeteilt: G1 unter 3 Prozent Ki-67, G2 3 bis 20 Prozent, G3 über 20 Prozent.
Häufige Fragen
Ist das Ultraschallkontrastmittel dasselbe wie bei der Computertomographie?
Nein. Es handelt sich um Mikrobläschen, die im Gefäßsystem verbleiben und über die Atmung ausgeschieden werden. Es ist nicht jodhaltig und belastet die Nierenfunktion nicht, kann also auch bei Patienten eingesetzt werden, bei denen CT-Kontrastmittel kontraindiziert ist.
Wie lange dauert die Erholung?
Deutlich kürzer als nach einer Operation. Nahrungsaufnahme und übliche Alltagsaktivitäten werden meist innerhalb weniger Tage schrittweise wieder aufgenommen, abhängig von Ausdehnung und Lage des Befundes. Wichtig sind die Hinweise zu körperlicher Schonung und zum Umgang mit gerinnungshemmenden Medikamenten.
Quellen
- Cancer Research UK, Neuroendocrine tumours (NETs). https://www.cancerresearchuk.org/about-cancer/neuroendocrine-tumours-nets
Letzte Aktualisierung des Inhalts: September 2026 (15/09/2026).

