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Dies ist ein Fall eines 86-jährigen Mannes mit fortgeschrittener Dysphagie aufgrund eines Zenker-Divertikels.
Wir führten eine Septotomie mit dem Nadelmesser durch. Es gibt einen bemerkenswerten Unterschied der Ösophagogramme vor und nach dem Eingriff

Was ein Zenker-Divertikel ist

Es handelt sich um eine sackartige Ausstülpung am pharyngoösophagealen Übergang, oberhalb des Musculus cricopharyngeus. Darin sammelt sich Nahrung, was zu zunehmender Dysphagie, Regurgitation unverdauter Speisen Stunden nach dem Essen, Mundgeruch und bei älteren Menschen zu Aspirationen mit dem Risiko einer Pneumonie führt.

Warum die Entfernung des Sacks nicht genügt

Die Ursache ist nicht der Sack, sondern der Musculus cricopharyngeus, der nicht ausreichend erschlafft. Die Behandlung zielt deshalb auf das Septum zwischen Sack und Speiseröhre, in dem die Muskelfasern verlaufen. Die Durchtrennung hebt die Barriere auf und der Sack hält keine Nahrung mehr zurück.

Endoskopische Septotomie

Der Eingriff erfolgt über den Mund, ohne äußeren Schnitt, unter direkter Sicht. Gerade bei hochbetagten Patienten ist das von Bedeutung, da der offene chirurgische Zugang am Hals mit Vollnarkose ein höheres Risiko trägt. Die Erholung ist kurz und die Nahrungsaufnahme rasch wiederhergestellt.

Nach dem Eingriff

Das gewonnene Material wird histologisch untersucht; dieser Befund und nicht das endoskopische Bild bestimmt das weitere Vorgehen. Die Erholung ist im Vergleich zu einer Operation kurz: Nahrungsaufnahme und Alltagsaktivitäten werden meist innerhalb weniger Tage schrittweise wieder aufgenommen. Der Patient erhält Hinweise zu körperlicher Schonung sowie zu Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen, insbesondere Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer. Entscheidungen über eine weiterführende Behandlung werden in der Regel interdisziplinär getroffen, unter Berücksichtigung von Histologie, Staging und Allgemeinzustand.

Häufige Fragen

Ist bei einem Zenker-Divertikel eine Operation nötig?

In der großen Mehrzahl der symptomatischen Fälle nicht. Die endoskopische Septotomie erfolgt über den Mund, ohne äußeren Schnitt, und durchtrennt das Septum samt den Fasern des Musculus cricopharyngeus. Der Vorteil ist bei älteren Patienten am größten, bei denen der offene Zugang am Hals ein höheres Risiko birgt.

Wie lange dauert die Erholung?

Deutlich kürzer als nach einer Operation. Nahrungsaufnahme und übliche Alltagsaktivitäten werden meist innerhalb weniger Tage schrittweise wieder aufgenommen, abhängig von Ausdehnung und Lage des Befundes. Wichtig sind die Hinweise zu körperlicher Schonung und zum Umgang mit gerinnungshemmenden Medikamenten.

Quellen

Letzte Aktualisierung des Inhalts: September 2026 (14/09/2026).