Definition

Die eosinophile Ösophagitis ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, die durch eine hohe Anzahl von Eosinophilen im Gewebe der Speiseröhre gekennzeichnet ist. Eosinophile sind eine Art weißer Blutkörperchen, die typischerweise mit allergischen Reaktionen oder parasitären Infektionen assoziiert werden.

Pathogenese

Die genaue Ursache der eosinophilen Ösophagitis ist unklar, wird jedoch mit allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht. Hinweise deuten darauf hin, dass Faktoren wie bestimmte Nahrungsmittel, luftgetragene Allergene und genetische Veranlagungen eine Rolle spielen können.

Diagnose

Die Diagnose der eosinophilen Ösophagitis erfolgt in der Regel durch Endoskopie und Biopsie der Speiseröhre. Der Arzt sucht nach einer hohen Konzentration von Eosinophilen im Gewebe der Speiseröhre sowie nach anderen Entzündungszeichen oder Schäden.

Behandlung

Die Behandlung der eosinophilen Ösophagitis konzentriert sich auf das Management von Allergien und die Behandlung der Entzündung. Dazu gehören Ernährungsumstellungen, das Vermeiden spezifischer Allergene und der Einsatz von Medikamenten wie Protonenpumpenhemmern oder Kortikosteroiden zur Kontrolle der Entzündung. In schwereren Fällen können immunsuppressive Medikamente erforderlich sein. In komplizierten Fällen kann eine endoskopische Dilatation von Verengungen der Speiseröhre notwendig sein. Eine frühzeitige Diagnose und kontinuierliche Überwachung sind entscheidend für eine effektive Behandlung.


Zahlen im Überblick: Das histologische Kriterium sind mindestens 15 Eosinophile pro Gesichtsfeld bei starker Vergrößerung. Biopsien werden aus mehreren Höhen entnommen, auch bei endoskopisch unauffälliger Speiseröhre.

Die Diagnose erfordert eine Magenspiegelung mit Biopsien. Abzugrenzen sind der gastroösophageale Reflux und Motilitätsstörungen der Speiseröhre.

Zahlen im Überblick

  • Histologisches Kriterium: mindestens 15 Eosinophile pro Gesichtsfeld
  • Biopsien aus mehreren Höhen der Speiseröhre
  • Die Speiseröhre kann endoskopisch unauffällig erscheinen
  • Ziel ist die histologische Remission, nicht allein Beschwerdefreiheit

Häufige Fragen

Nicht im strengen Sinne. Der Mechanismus ist immunvermittelt, aber allergischer Art: Der Körper reagiert überschießend auf Nahrungsantigene und greift nicht eigenes Gewebe an. Es besteht eine starke Assoziation mit Atopie, also Asthma, allergischer Rhinitis und Neurodermitis, wobei übliche Allergietests das verantwortliche Nahrungsmittel nicht zuverlässig identifizieren.

Ausschließlich durch Gastroskopie mit Biopsien. Endoskopisch können Ringe, längsverlaufende Furchen und weißliche Beläge auffallen, die Speiseröhre kann jedoch auch völlig unauffällig erscheinen. Deshalb werden immer Biopsien entnommen, und zwar aus mehreren Höhen. Das histologische Kriterium sind mindestens 15 Eosinophile pro Gesichtsfeld bei starker Vergrößerung, nach Ausschluss anderer Ursachen, vor allem der Refluxkrankheit.

Weil die Entzündung stumm weiterbestehen kann, besonders wenn Betroffene ihr Essverhalten angepasst haben. Eine unkontrollierte Entzündung führt über Jahre zu Fibrose und bleibender Stenose, die sich nicht zurückbildet. Ziel ist daher die histologische Remission, bestätigt durch erneute Endoskopie mit Biopsien, nicht allein die Beschwerdefreiheit.

Quellen


Letzte Aktualisierung des Inhalts: September 2026 (22/09/2026).