Definition
Die Salmonellose bezeichnet Infektionen, die durch Bakterien der Gattung Salmonella verursacht werden. Die zwei Hauptformen sind die enteropathogene Salmonellose (Lebensmittelvergiftung) und das Typhus- oder Paratyphusfieber, schwerere systemische Infektionen.

Pathogenese
Die Infektion wird hauptsächlich durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser übertragen, wie rohes oder unzureichend gekochtes Geflügel, Eier und Milchprodukte. Die Bakterien vermehren sich im Darm und verursachen Entzündungen. In einigen Fällen können sie in den Blutkreislauf gelangen und schwere systemische Erkrankungen hervorrufen.

Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Kultivierung von Stuhl-, Blut- oder anderen Körperflüssigkeiten zum Nachweis der Bakterien. In schwereren Fällen können zusätzliche Untersuchungen zur Beurteilung von Komplikationen erforderlich sein.

Behandlung

  • Milde Fälle: Behandlung durch Flüssigkeitszufuhr und unterstützende Pflege, ohne Einsatz von Antibiotika.
  • Schwere Fälle oder Typhusfieber: Behandlung mit Antibiotika (z. B. Chinolone, Cephalosporine der dritten Generation) zur Bekämpfung der systemischen Infektion.

Prävention: Vermeiden des Verzehrs kontaminierter Lebensmittel, gute Hygienepraxis wie gründliches Händewaschen und sichere Lebensmittelaufbewahrung.

Eine rechtzeitige Behandlung verringert das Risiko von Komplikationen wie Sepsis, Abszessen oder chronischer Bakterienausscheidung. Präventive Maßnahmen, einschließlich einer Impfung gegen Typhus, sind in Hochrisikogebieten wichtig.


Zahlen im Überblick: Die Inkubationszeit beträgt meist 6 Stunden bis 3 Tage, die Erkrankung dauert in der Regel 4 bis 7 Tage und heilt ohne spezifische Therapie aus. Antibiotika werden bei unkompliziertem Verlauf nicht gegeben.

Differenzialdiagnostisch kommen andere Erreger in Betracht, insbesondere das Norovirus sowie nach Antibiotikatherapie Clostridioides difficile.

Zahlen im Überblick

  • Inkubationszeit: 6 Stunden bis 3 Tage
  • Dauer: etwa 4 bis 7 Tage, Ausheilung ohne spezifische Therapie
  • Bei unkompliziertem Verlauf keine Antibiotika
  • Fieber und Blut im Stuhl sprechen für eine bakterielle Ursache

Häufige Fragen

Die Beschwerden beginnen meist 6 Stunden bis 3 Tage nach der Ansteckung, die Erkrankung dauert etwa 4 bis 7 Tage und heilt ohne spezifische Therapie aus. Da die Inkubationszeit bis zu 3 Tage betragen kann, ist die verdächtige Mahlzeit nicht zwangsläufig die zuletzt eingenommene.

In der Regel nicht. Bei unkompliziertem Verlauf verkürzen sie die Erkrankung nicht wesentlich und können die Ausscheidung des Erregers verlängern. Sie bleiben Säuglingen, älteren und immungeschwächten Patienten sowie schweren Verläufen oder Hinweisen auf eine Streuung ins Blut vorbehalten. Grundlage der Behandlung ist die Flüssigkeitszufuhr.

Fieber sowie Blut oder Schleim im Stuhl sprechen für eine bakterielle Ursache wie Salmonellen, während das Norovirus typischerweise plötzliches heftiges Erbrechen und Durchfall verursacht, der sich in Gemeinschaften rasch ausbreitet. Die sichere Unterscheidung gelingt über eine Stuhluntersuchung, die nicht in jedem Fall nötig ist.

Quellen


Letzte Aktualisierung des Inhalts: September 2026 (22/09/2026).