Definition
Biliärer Krebs (Cholangiokarzinom) ist ein seltener bösartiger Tumor, der in den Gallenwegen entsteht. Er wird je nach Lage in intrahepatisch (innerhalb der Leber) und extrahepatisch (außerhalb der Leber) unterteilt.
Pathogenese
Die Entwicklung biliären Krebses ist mit folgenden Faktoren verbunden:
- Chronische entzündliche Erkrankungen: Wie primär sklerosierende Cholangitis (PSC).
- Parasitäre Infektionen: Bestimmte Leberparasiten (z. B. Opisthorchis viverrini).
- Andere Faktoren: Chronische Gallensteine, Exposition gegenüber Toxinen und genetische Mutationen.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch:
- Bildgebung: Ultraschall, CT, MRT oder MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) zur Erkennung der Läsion.
- Laborwerte: Erhöhte cholestatische Marker (Bilirubin, ALP, GGT) und Tumormarker wie CA 19-9.
- Biopsie oder Zytologie: Zur Bestätigung der Diagnose.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Lage und Stadium des Tumors:
- Chirurgische Entfernung: Die einzige kurative Option bei lokal begrenzter Erkrankung.
- Lebertransplantation: Bei ausgewählten extrahepatischen Cholangiokarzinomen im Rahmen klinischer Studien.
- Adjuvante Therapie: Chemotherapie oder Strahlentherapie bei nicht operablen Fällen oder zur Rezidivprophylaxe.
- Gezielte Therapien: Bei spezifischen genetischen Mutationen.
Prävention
Prävention umfasst:
- Behandlung parasitärer Infektionen.
- Management chronischer Erkrankungen wie PSC.
- Vermeidung von Toxinen und regelmäßige Kontrollen bei Hochrisikopersonen.
Frühzeitige Diagnose ist aufgrund fehlender Symptome schwierig, aber entscheidend für die Überlebensrate. In fortgeschrittenen Stadien zielt die Therapie auf Symptomkontrolle und Verbesserung der Lebensqualität ab.
